Die Bereitstellung ausreichender Löschwassermengen ist ein zentraler Sicherheitsfaktor für Industrieunternehmen, landwirtschaftliche Betriebe und kommunale Einrichtungen. Da der öffentliche Wasserdruck oder das Leitungsnetz vielerorts nicht ausreicht, sind ortsfeste oder mobile Löschwassertanks eine zuverlässige Lösung, um Brände effektiv zu bekämpfen und gesetzliche Auflagen zu erfüllen. Moderne Löschwasserbehälter – insbesondere flexible Großtanks – ermöglichen heute Volumen von mehreren hundert bis hin zu 2.500 m³ und mehr.
Dieser Artikel erklärt, welche Anforderungen gelten, welche Tankgrößen sich bewährt haben, wie moderne Löschwassertanks aufgebaut sind und welche Kosten Unternehmen realistisch erwarten dürfen.
Warum Löschwassertanks für Industrie & Landwirtschaft unverzichtbar sind
In vielen Regionen können Wasserleitungen im Ernstfall nicht genügend Löschwasser bereitstellen. Feuerwehren benötigen jedoch große Wassermengen in kurzer Zeit, insbesondere bei:
- Industriehallen
- Produktionsstätten
- Lagerhallen mit brennbaren Stoffen
- Stallanlagen
- Maschinenhallen
- Biogasanlagen
- Holzlagern
- weit entfernten Gehöften
Ein Löschwassertank stellt sicher, dass im Brandfall unmittelbar ausreichend Wasser zur Verfügung steht – unabhängig von öffentlichen Leitungsnetzen oder natürlichen Wasserquellen. Für industrielle Anwendungen können Sie Tank kaufen für Industrie und von hoher Qualität profitieren.
Gesetzliche Anforderungen an Löschwassertanks
DIN 14230 und kommunale Vorgaben
In Deutschland orientieren sich Anforderungen an Löschwasserbevorratung häufig an:
- DIN 14230 (Löschwasserbehälter)
- Empfehlungen der örtlichen Feuerwehr
- Vorgaben der Brandschutzbehörde
- Richtlinien der Sachversicherer
Diese Vorgaben definieren:
- Mindestlöschwasservolumen
- Zugänglichkeit für Einsatzkräfte
- Entnahmeleistung (meist 800–1.600 l/min)
- Dauer der Bereitstellung (oft 2 Stunden)
- Haltbarkeit und Sicherheit der Tankkonstruktion
Typische Mindestmengen
Die Löschwasseranforderungen variieren stark je nach Nutzung des Betriebs:
| Betriebsart | Empfohlenes Löschwasservolumen |
| Kleine Landwirtschaftsbetriebe | 50–100 m³ |
| Mittlere Betriebe / Ställe | 100–200 m³ |
| Biogasanlagen | 200–400 m³ |
| Industriehallen | 200–600 m³ |
| Große Industriekomplexe | 600–2.500 m³ oder mehr |
Großtanks können auch zu Clusterlösungen verbunden werden, um mehrere Millionen Liter Löschwasser bereitzuhalten.
Welche Tankarten gibt es?
1. Flexible Löschwassertanks (Falttanks)
Die modernste Lösung für viele Einsatzbereiche.
Vorteile:
- Volumen bis 2.500 m³ pro Tank
- sehr schnelle Installation
- kosteneffizient
- mobil und umsetzbar
- UV- und witterungsbeständig
- ideal auch für temporäre Projekte
2. Stahltanks
Klassische stationäre Lösung für dauerhafte Installation.
Vorteile:
- sehr robust
- langfristige Lebensdauer
- geeignet für dauerhaft hohe Belastung
3. Betonzisternen
Eher im kommunalen Bereich genutzt.
Vorteile:
- extrem langlebig
- gute Integrationsmöglichkeit in Infrastruktur
4. Kunststofftanks (HDPE/GRP)
Oft als mittelgroße Lösung verwendet.
Vorteile:
- hohe Beständigkeit gegen Chemikalien
- attraktiv für mittlere Volumen
Größen und Kapazitäten von Löschwassertanks
Moderne Tanks decken ein breites Spektrum ab:
- 50–100 m³ für kleine landwirtschaftliche Betriebe
- 100–300 m³ für Höfe, Maschinenhallen, Lager
- 300–1.000 m³ für Industriehallen
- 000–2.500 m³ für große Anlagen
- > 2.500 m³ als Clusterlösung aus mehreren Tanks
Flexible Tanks werden häufig bei 50 m³ – 2.500 m³ eingesetzt, da sie besonders schnell und günstig verfügbar sind.
Kosten für Löschwassertanks: Was ist realistisch?
Die Kosten hängen ab von:
- Tankvolumen
- Material (flexibel, Stahl, Beton)
- Zubehör und Anschlüsse
- Lieferung und Montage
- Normen & Prüfvorgaben
Preisübersicht (typische Richtwerte)
| Tanktyp | Volumen | Preisbereich |
| Flexible Löschwassertanks | 50–2.500 m³ | ca. 3.000 € – 55.000 € |
| Stahltanks | 50–2.000 m³ | ca. 10.000 € – 150.000 € |
| Betonzisternen | 50–1.000 m³ | ca. 15.000 € – 200.000 € |
| Kunststofftanks | 10–100 m³ | ca. 1.500 € – 20.000 € |
Flexible Falttanks sind in der Regel die günstigste Variante bei hohen Volumina und daher besonders beliebt in Industrie und Landwirtschaft.
Zusatzkosten, die oft relevant sind
- Lieferung (abhängig von Entfernung und Tankvolumen)
- Montage oder Aufstellung
- technische Abnahme oder Beprobung
- Frostschutzmaßnahmen
- Anschlussmaterial, Armaturen, Schläuche
- Fundament (bei stationären Lösungen)
- Brandschutztechnische Prüfungen auf Anforderung
Flexible Tanks benötigen meist kein Fundament und kaum bauliche Maßnahmen – ein wesentlicher Kostenvorteil.
Vorteile moderner Löschwassertanks im Überblick
1. Sofortige Sicherstellung der Löschwasserversorgung
Unabhängig von Wasserleitungen, Brunnen oder Hydranten.
2. Hohe Kostenersparnis gegenüber baulichen Lösungen
Besonders bei Falttanks: keine Betonarbeiten, keine Tiefbaukosten.
3. Flexible Standortwahl
Tanks können temporär oder dauerhaft eingesetzt werden.
4. Große Volumina möglich
Bis zu 2.500 m³ pro Tank, unbegrenzt erweiterbar.
5. Einfache Wartung und lange Lebensdauer
UV-beständig, reißfest und wartungsarm.
6. Anpassbar an individuelle Brandschutzanforderungen
Armaturen und Anschlüsse konfigurierbar.
Wichtige Kriterien beim Kauf eines Löschwassertanks
- Geforderte Löschwassermenge durch die Behörde
- Materialwahl: flexibel, Stahl, Beton, Kunststoff
- Aufstellort (unterirdisch, oberirdisch, mobil)
- Wartung und Inspektion
- Temperatur- und Witterungsbedingungen
- Armaturen, Zugänge, Domdeckel, Storz-Anschlüsse
- Lieferung und Montage
- Budget und Total Cost of Ownership
FAQs – Häufig gestellte Fragen zu Löschwassertanks
1. Wie groß muss ein Löschwassertank sein?
Die Größe hängt von den Brandschutzauflagen ab. Typisch sind 100–400 m³ für Landwirtschaft und 200–600 m³ für Industrieanlagen. Große Betriebe benötigen bis zu 2.500 m³ oder Verbundsysteme.
2. Wer legt die Anforderungen für Löschwasser fest?
Die zuständige Brandschutzdienststelle der Kommune, die Feuerwehr oder Sachversicherer. Grundlage sind oft Normen wie DIN 14230.
3. Sind flexible Löschwassertanks genehmigungspflichtig?
In vielen Fällen nicht, da sie oberirdisch, mobil und ohne Fundament betrieben werden. Die Brandschutzbehörde sollte jedoch immer informiert werden.
4. Wie lange hält ein Falttank für Löschwasser?
Je nach Materialqualität 10–20 Jahre oder länger. Hochwertige Tanks sind UV-beständig und extrem reißfest.
5. Kann ein Löschwassertank auch für andere Zwecke verwendet werden?
Ja. Viele Kunden nutzen ihn zusätzlich für:
- Bewässerungswasser
- Betriebswasser
- Prozesswasser
- Regenwassernutzung
- Notfallwasserversorgung
6. Was kostet die Lieferung und Montage?
Lieferkosten hängen von Volumen und Entfernung ab, Montagekosten von der Tankgröße. Flexible Tanks können oft ohne Spezialgerät aufgebaut werden.
7. Braucht man dafür ein Fundament?
Falttanks benötigen nur eine ebene, steinfreie Fläche. Beton- und Stahltanks erfordern ein tragfähiges Fundament.
8. Kann man Tanks verbinden, um mehr Volumen zu erreichen?
Ja. Durch Clusterlösungen lassen sich beliebig viele Tanks zu einem Großspeicher kombinieren.
Löschwassertanks sind eine unverzichtbare Sicherheitsmaßnahme für Industrie und Landwirtschaft. Sie gewährleisten die sofortige Verfügbarkeit großer Wassermengen und erfüllen Brandschutzauflagen zuverlässig. Moderne flexible Großtanks bieten dabei eine besonders wirtschaftliche, schnelle und vielseitige Lösung – mit Volumen bis 2.500 m³ und minimalen Installationskosten.
